Riepl Kaufmann Bammer Architektur

Universität für angewandte Kunst, Erweiterung Vordere Zollamtsstrasse 7, Wien

2018

Bauherr: BIG Bundesimmobiliengesellschaft
Status: Wettbewerb 2014, Fertigstellung 2018

Die hermetische innere Struktur des ehemaligen Zollamtgebäudes wird erlebbar geöffnet. Strukturell und räumlich überflüssige Teile werden entfernt und neue Innenraumsituationen geschaffen. So entsteht eine – der Nutzung entsprechende – großzügige innere Weite mit hoher Aufenthaltsqualität.

Universität für angewandte Kunst, Generalsanierung Wörle-Schwanzer-Trakt, Wien

2018

Bauherr: BIG Bundesimmobiliengesellschaft
Status: Wettbewerb 2014, Fertigstellung 2018

Der Wörle-Schwanzer-Trakt wird von nachträglichen Einbauten befreit und saniert. Die charakteristische Stahlbeton-Rippendecke wird freigelegt. Ein strukturierter Bausatz ermöglicht, je nach Bedarf, einen flexiblen Ausbau der loftartigen Etagen.

Medienstandort ORF, Wien

2014

Bauherr: ORF Österreichischer Rundfunk
Status: Wettbewerb 2014, in Planung

Das Spannungsfeld zwischen Alles verbindender Kohärenz und betonter Eigenständigkeit einzelner, wichtiger Teile prägt das Konzept von Roland Rainer. Dementsprechend fügt sich das neue Haus in das Ensemble, ohne seine eigene prägnante Identität zu leugnen. Offenheit ist das bestimmende Thema. Der Newsroom bildet das Zentrum des neuen Hauses. In Verbindung mit dem Vorplatz ergibt sich eine großzügige Raumfolge, die Innen und Außen vielschichtig miteinander verschränkt und ohne Friktionen weiterführt in die unterschiedlichen Arbeitszonen.

Wohnbau Argentinierstrasse, Wien

2017

Bauherr: ARE Development
Status: Fertigstellung 2017

Die Umgebung ist geprägt durch repräsentative Palais und hochwertige Wohnhäuser, welche zu einem großen Teil aus der Zeit der Wiener Ringstraßenbebauung stammen. Beste innerstädtische Lage und gleichzeitig ruhige Grünlage schließen sich hier nicht aus sondern schaffen ein besonderes Angebot, analog der historischen Idee der Gartenpalais. Das bestehende Haus an der Argentinierstraße wird behutsam und detailgenau saniert. Im Hof entstehen drei neue, freistehende Einzelhäuser, welche sich in den Kontext der Umgebung einfügen. Trotz formaler Eigenständigkeit und erkennbar unterschiedlichen Identität der einzelnen Häuser wird die Zusammengehörigkeit deutlich spürbar.

Wohnbau Sonnwendviertel, Wien

2014

Bauherr: win4wien Bauträger GmbH
Status: Wettbewerb 2009, Fertigstellung 2014
Auszeichnungen: ZV-Bauherrenpreis 2015

Flankiert von zwei prägenden Freiräumen, dem Park im Osten und dem „gemeinsamen Wohnzimmer“ im Westen, entwickelt das Gebäude eine adäquate Struktur: Rundumlaufende Veranden erweitern jedes einzelne Zimmer um einen entsprechenden Freibereich. Verglaste Türen statt Fenster verbinden Innen und Außen miteinander und schaffen eine betont durchlässige Fassade. Die seriell entlang der Fassaden angeordneten, gut bemessenen Räume versprechen eine flexible Nutzung - analog der Neutralität gründerzeitlicher Layouts.

Geriatriezentrum Liesing, Wien

2012

Bauherr: Wiener Krankenanstaltenverbund
Status: Wettbewerb 2006, Fertigstellung 2012
Auszeichnungen: ZV-Bauherrenpreis 2013

Die Struktur des neuen Geriatriezentrums thematisiert die Überlagerung von Stadt und Park. Eine neuartige Mischung entsteht, die die signifikanten Eigenschaften beider Kategorien miteinander verbindet. Die Neue Geriatrie ist kein hermetischer Block, sondern raumgreifend offen strukturiert, um – zu Gunsten der Bewohner – vielfältige Freiraumbezüge zu ermöglichen. Der großzügige, durch gläserne Brücken gegliederte Innenhof ergibt abwechslungsreiche, spannungsvolle Beziehungen zwischen Park und Bauwerk. Der Park ist nicht nur „draußen“, sondern wird integriert zum bestimmenden Bestandteil der gesamten Anlage.

Wirtschaftsgebäude Zentralfriedhof, Wien

2011

Bauherr: BFW Gebäudeerrichtungs- und Vermietungs GmbH & CoKG
Status: Wettbewerb 2009, Fertigstellung 2011
Auszeichnungen: Holzbaupreis Vorarlberg 2013, Holzbaupreis Wien 2015

Ein fester Rahmen umfasst das differenzierte Ensemble und bildet von außen gesehen einen ruhigen Horizont. Bedeutende Gebäude am Zentralfriedhof erstrahlen in hell verputzter Fassade. Untergeordnete Bauteile, wie die äußeren Umfassungsmauern aus Klinker, erscheinen farblich gedeckt und heben sich kaum von der Umgebung ab. Dementsprechend wird die Außenansicht der neuen Wirtschaftsgebäude in das natürliche Umfeld integriert. Die farbliche Nuancierung der Betonmauer sorgt für zurückhaltende Lebendigkeit und bildet einen angemessenen Hintergrund für die davor aufragenden Grabsteine.

Wohnbau Brauerei Liesing, Wien

2009

Bauherr: win4wien Bauträger GmbH
Status: Wettbewerb 2006, Fertigstellung 2009

Der Entwurf am ehemaligen Brauereigelände reagiert subtil auf die vorgegebenen städtebaulichen Rahmenbedingungen. Abwechselnd zu den Erschließungskernen, durchstoßen Lichthöfe den gesamten Baukörper. Gemeinsam mit den vorgelagerten Loggien als individuelle Freiräume können so, bei Bebauungstiefen von bis zu 22 Metern, durchgesteckte, mehrseitig belichtete Wohntypologien angeboten werden. Die Fassadenausbildung mit beweglichen Verschattungselementen schafft ein ständig changierendes Spiel zwischen offen und geschlossen, zwischen hell und dunkel, zwischen Schatten und Spiegelung, zwischen extrovertiert und introvertiert.

Parkbad und Eishalle, Linz

2008

Bauherr: Linz AG
Status: Wettbewerb 2006, Fertigstellung 2008

Ein lang gestreckter Baukörper begleitet die Untere Donaulände, schützt wirksam das Freibadareal und sichert die entsprechende Präsenz ohne voluminös zu wirken. Baulicher Schwerpunkt bleibt der markante Altbau von Kurt Kühne. In seiner Stellung quer zur Straßenachse und zum Zentrum orientiert, bildet das Gebäude einen urbanen Brennpunkt, der nicht relativiert werden soll. Dem betont vertikal gegliederten Haupthaus wird ein lang gezogener, geschichteter Anbau entgegengesetzt, der das Gesamtareal zur stark frequentierten Straße hin abschließt und bis zur bestehenden Eishalle reicht.

Pflegeheim Höchsterstrasse, Dornbirn

2005

Bauherr: Stadt Dornbirn
Status: Wettbewerb 2002, Fertigstellung 2005
Auszeichnungen: Holzbaupreis 2007

Das großzügige, freistehende und nach allen Seiten orientierte Gebäude trägt der generellen Weitläufigkeit des Ortes Rechnung. Die drei Obergeschoße ruhen als lapidarer Körper mit feinen Nuancierungen bis hin zu deutlich akzentuierten Kerben auf einem gläsernen, rückversetzten Sockel, sodass das Gebäude zu schweben scheint. Es bildet keine unüberwindbare Barriere, sondern lässt den Freiraum unten hindurch fließen. Die Kontinuität des Parks bleibt weitgehend erhalten. Das Atrium inmitten des Gebäudes bestärkt die angestrebte Verschränkung von Innen und Außen.