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Universität für angewandte Kunst Wien

Auslober: BIG Bundesimmobiliengesellschaft
Status: Wettbewerb 1. Preis

Die hermetische innere Struktur des ehemaligen Zollamtgebäudes wird erlebbar geöffnet. Strukturell und räumlich überflüssige Teile werden entfernt und neue Innenraumsituationen geschaffen. So entsteht eine – der Nutzung entsprechende – großzügige innere Weite mit hoher Aufenthaltsqualität.
Der Schwanzer-Trakt wird von nachträglichen Einbauten befreit und saniert. Die charakteristische Stahlbeton-Rippendecke wird freigelegt. Ein strukturierter Bausatz ermöglicht, je nach Bedarf, einen flexiblen Ausbau der loftartigen Etagen.

Medienstandort ORF Wien

Auslober: ORF Österreichischer Rundfunk
Status: Wettbewerb 1. Preis

Das Spannungsfeld zwischen Alles verbindender Kohärenz und betonter Eigenständigkeit einzelner, wichtiger Teile prägt das Konzept von Roland Rainer. Dementsprechend fügt sich das neue Haus in das Ensemble, ohne seine eigene prägnante Identität zu leugnen. Offenheit ist das bestimmende Thema. Der Newsroom bildet das Zentrum des neuen Hauses. In Verbindung mit dem Vorplatz ergibt sich eine großzügige Raumfolge, die Innen und Außen vielschichtig miteinander verschränkt und ohne Friktionen weiterführt in die unterschiedlichen Arbeitszonen.

Wohnbau Hauptbahnhof Sonnwendviertel Wien

Bauherr: win4wien Bauträger GmbH
Status: Wettbewerb 2009, Fertigstellung 2014
Auszeichnung: ZV-Bauherrenpreis 2015

Flankiert von zwei prägenden Freiräumen, dem Park im Osten und dem „gemeinsamen Wohnzimmer“ im Westen, entwickelt das Gebäude eine adäquate Struktur: Rundumlaufende Veranden erweitern jedes einzelne Zimmer um einen entsprechenden Freibereich. Verglaste Türen statt Fenster verbinden Innen und Außen miteinander und schaffen eine betont durchlässige Fassade. Die seriell entlang der Fassaden angeordneten, gut bemessenen Räume versprechen eine flexible Nutzung - analog der Neutralität gründerzeitlicher Layouts.

Geriatriezentrum Liesing Wien

Bauherr: Wiener Krankenanstaltenverbund
Status: Wettbewerb 2006, Fertigstellung 2012
Auszeichnungen: ZV-Bauherrenpreis 2013

Die Struktur des neuen Geriatriezentrums thematisiert die Überlagerung von Stadt und Park. Eine neuartige Mischung entsteht, die die signifikanten Eigenschaften beider Kategorien miteinander verbindet. Die Neue Geriatrie ist kein hermetischer Block, sondern raumgreifend offen strukturiert, um – zu Gunsten der Bewohner – vielfältige Freiraumbezüge zu ermöglichen. Der großzügige, durch gläserne Brücken gegliederte Innenhof ergibt abwechslungsreiche, spannungsvolle Beziehungen zwischen Park und Bauwerk. Der Park ist nicht nur „draußen“, sondern wird integriert zum bestimmenden Bestandteil der gesamten Anlage.

Wirtschaftsgebäude Zentralfriedhof Wien

Bauherr: BFW Gebäudeerrichtungs- und Vermietungs GmbH & CoKG
Status: Wettbewerb 2009, Fertigstellung 2011
Auszeichnungen: Holzbaupreis 2013

Ein fester Rahmen umfasst das differenzierte Ensemble und bildet von außen gesehen einen ruhigen Horizont. Bedeutende Gebäude am Zentralfriedhof erstrahlen in hell verputzter Fassade. Untergeordnete Bauteile, wie die äußeren Umfassungsmauern aus Klinker, erscheinen farblich gedeckt und heben sich kaum von der Umgebung ab. Dementsprechend wird die Außenansicht der neuen Wirtschaftsgebäude in das natürliche Umfeld integriert. Die farbliche Nuancierung der Betonmauer sorgt für zurückhaltende Lebendigkeit und bildet einen angemessenen Hintergrund für die davor aufragenden Grabsteine.

Wohnbau Green City Graz

Auslober: BGS Projektentwicklungs- und Baubetreuungs- GmbH
Status: Wettbewerb 2011, in Planung

Die hohe landschaftliche Qualität aus dem anschließenden Grüngürtel wird thematisch aufgenommen und weiterentwickelt. Großzügige Grünraume fließen als „Schollen“ ins Quartier, auf denen sich einzelne Geschossplattformen zu Gebäuden stapeln. Die gedrehte Anordnung folgt kalkulierten, dynamischen Raumerlebnissen sowie abwechslungsreichen Aussichten. Spannungsvolle Raumsequenzen statt streng linearer Anordnung sorgen für innere Offenheit und anregende Atmosphären. Die differenzierten Gebäudeabstände sowie -höhen schaffen ein urbanes Milieu im Grünen, mit Verdichtungen im Zentrum und offenen Übergängen zur umgebenden Landschaft.

Wohnbau Kaiserin Elisabeth Spital Wien

Bauherr: GESIBA
Status: Wettbewerb 2011, Baubeginn 2015

Terrassenhäuser an der Felberstraße öffnen auch für den dahinter liegenden Altbau das Areal Richtung Süden. Die Aufenthaltsräume und Loggien wenden sich von Bahn und Straße ab. Durch die Abtreppung werden trotz Dichte spürbare Offenheit und gute Belichtung gewährleistet. Die über der an der Straße gelegenen Geschäften situierte, und mit dem anschließenden Park verbundene Eingangszone beinhaltet vielfältige Gemeinschaftseinrichtungen. Das großzügige Entrée unterstreicht die Qualität der Wohnungen, die trotz betont urbaner Situation, besondere private Geborgenheit in den Innen- und Außenräumen bietet.

Wohnbau Schloss Liesing Wien

Bauherr: MIGRA GmbH
Status: Wettbewerb 2006, in Planung

Der derzeitige Bestand versteht sich nicht als entworfene Idealanlage, sondern als gewachsene bauliche Struktur, welche immer wieder an geänderte Situationen und Aufgaben angepasst respektive erweitert wurde. Auf dieser Grundlage setzt auch der Entwurf auf. Die bestehenden historischen Teile im Süd- bzw. Westflügel werden sorgsam saniert und für Wohnen adaptiert, die unsensiblen Anbauten Richtung Westen werden entfernt und durch einen neuen Baukörper ersetzt. Die Fassade, mit Ihren großzügigen Öffnungen, schafft eine maximale Orientierung der Wohnungen zum Park. Der Innenhof bleibt als Ensemble vollständig erhalten.

Parkbad / Eishalle Linz

Bauherr: Linz AG
Status: Wettbewerb 2006, Fertigstellung 2008

Ein lang gestreckter Baukörper begleitet die Untere Donaulände, schützt wirksam das Freibadareal und sichert die entsprechende Präsenz ohne voluminös zu wirken. Baulicher Schwerpunkt bleibt der markante Altbau von Kurt Kühne. In seiner Stellung quer zur Straßenachse und zum Zentrum orientiert, bildet das Gebäude einen urbanen Brennpunkt, der nicht relativiert werden soll. Dem betont vertikal gegliederten Haupthaus wird ein lang gezogener, geschichteter Anbau entgegengesetzt, der das Gesamtareal zur stark frequentierten Straße hin abschließt und bis zur bestehenden Eishalle reicht.

Haus H Wien

Bauherr: Familie H, Wien 
Status: Wettbewerb 2008, Fertigstellung 2010

Ein autonom wahrgenommener, kompakter Baukörper, fügt sich in die Hanglage des Grundstückes ein. In der städtebaulichen Anordnung rückt das Gebäude, im Vergleich zur Nachbarbebauung, vor. Dadurch entstehen ideale  Belichtungs- und Aussichtsbedingungen. Eine räumlich differenzierte, teilweise zweigeschossige und nach oben offene Terrasse, eröffnet die Möglichkeit ganz unterschiedlicher Orientierungen und Blickbeziehungen in Interaktion mit der Umgebung.

Krankenhaus Nord Wien

Bauherr: Wiener Krankenanstaltenverbund
Status: Wettbewerb 2008, 2. Preis

Die Anlage öffnet sich über einen allseitig gefassten Platz, der als Schwelle einen sukzessiven Übergang vom öffentlichen Raum in das Krankenhaus darstellt. Die ruhigen, grünen Höfe, die in wechselnder Folge die Hauptachse beidseits begleiten, relativieren deren lineare Erstreckung und entwickeln gemeinsam mit den stimmungsvoll belichteten Atrien komplexe und abwechslungsreiche Raumerlebnisse. Der Entwurf sucht die Balance zwischen Kompaktheit und innerer Offenheit. Das poröse Gefüge macht es möglich, dass die künftige Parklandschaft am Gesamtareal auch innerhalb der Anlage allerorts präsent ist und der Lärm konsequent ausgeschlossen bleibt.

Wohnateliers Brauerei Liesing Wien

Bauherr: win4wien Bauträger GmbH
Status: Wettbewerb 2006, Fertigstellung 2009

Die Wohnateliers am Areal der ehemaligen Brauerei Liesing wurden in 4-geschossiger Holzbauweise errichtet. Vertikal um eine Mittelerschließung verschränkte Grundrisse ermöglichen - bei gleichzeitig hoher Flächeneffizienz - durchgesteckte Wohntypologien. Die in ihrer Materialität und Tiefe differenziert gestaltete Loggienzone schafft individuelle Freiräume mit unterschiedlichen räumlichen Atmosphären. Ein hoher Vorfertigungsgrad, sowie ein flexibles Bausystem ermöglichten eine optimierte Bauzeit.

Wohnbau Brauerei Liesing Wien

Bauherr: win4wien Bauträger GmbH
Status: Wettbewerb 2006, Fertigstellung 2009

Der Entwurf am ehemaligen Brauereigelände reagiert subtil auf die vorgegebenen städtebaulichen Rahmenbedingungen. Abwechselnd zu den Erschließungskernen, durchstoßen Lichthöfe den gesamten Baukörper. Gemeinsam mit den vorgelagerten Loggien als individuelle Freiräume können so, bei Bebauungstiefen von bis zu 22 Metern, durchgesteckte, mehrseitig belichtete Wohntypologien angeboten werden. Die Fassadenausbildung mit beweglichen Verschattungselementen schafft ein ständig changierendes Spiel zwischen offen und geschlossen, zwischen hell und dunkel, zwischen Schatten und Spiegelung, zwischen extrovertiert und introvertiert.

Pflegeheim Höchsterstrasse Dornbirn

Bauherr: Stadt Dornbirn
Status: Wettbewerb 2002, Fertigstellung 2005
Auszeichnungen: Holzbaupreis 2007

Das großzügige, freistehende und nach allen Seiten orientierte Gebäude trägt der generellen Weitläufigkeit des Ortes Rechnung. Die drei Obergeschoße ruhen als lapidarer Körper mit feinen Nuancierungen bis hin zu deutlich akzentuierten Kerben auf einem gläsernen, rückversetzten Sockel, sodass das Gebäude zu schweben scheint. Es bildet keine unüberwindbare Barriere, sondern lässt den Freiraum unten hindurch fließen. Die Kontinuität des Parks bleibt weitgehend erhalten. Das Atrium inmitten des Gebäudes bestärkt die angestrebte Verschränkung von Innen und Außen.